Snus FAQ zum Schweden snus
Fragen und Antworten über snus
1.
Warum gibt es in Deutschland ein Verkaufsverbot gegen Snus?
2. Was ist der Grund für das Verbot
von portionsverpacktem Snus und warum war es bis letztes Jahr
erlaubt losen Snus zu vertreiben?
3. Wie ist es möglich, dass man in
Deutschland immer noch Menschen sieht, die Snus verwenden?
4. Ist Snus ein Kautabak?
5. Was ist der Unterschied zwischen
Snus und dem traditionellen deutschen Kautabak?
6. Ist Snus gefährlich für Zähne und
Gaumen (Krebs)?
7. Ist es wahr, dass Snus Glassplitter
enthält, um einen schnelleren Nikotineffekt zu erreichen?
8. Ist Snus eine Droge und kann Snus
als Dopingmittel verwendet werden?
9. Ist Snus krebserregend?
Das Snusverbot der EU war bei Schwedens Verhandlungen um die
EU-Mitgliedschaft 1994 ein großes Problem. Die starke
öffentliche Meinung verlangte, dass das Recht der Schweden zu
snusen, verteidigt und bewahrt werden sollte. Es gelang Schweden
letztendlich eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Eine Bedingung
war jedoch, dass sich Schweden verpflichten musste, keinen Snus an
die anderen Mitgliedsstaaten zu vertreiben.
Schwedisches Snus in loser Form wird auf dem deutschen Markt seit
1974 vertrieben. Als das europäische Vertriebsverbot letztes Jahr
in Kraft trat, sandte Swedish Match eine schriftliche Anfrage an
die deutschen Behörden, ob es mit deutschem Recht vereinbar
wäre, weiterhin Snus in Deutschland zu vertreiben. Da kein
negativer Bescheid erteilt wurde, setzte Swedish Match den
Snusvertrieb in Deutschland fort.
Swedish Match ist der Auffassung, dass das Vertriebsverbot gegen
Snus diskriminierend ist und aufgehoben werden muss. Das Verbot
ist eine Absatzbeschränkung auf einem Markt, der durch freie
Warenbewegungen gekennzeichnet sein soll.
Auf Grund der unklaren Gesetzeslage in Deutschland war Swedish
Match daher der Auffassung, dass diese Frage gerichtlich geprüft
und in diesem Zusammenhang dem Europäischen Gerichtshof in
Luxemburg zur Entscheidung vorgelegt werden müsste.
Nachdem eine deutsche Gesundheitsbehörde einen Vertriebsstopp
für schwedischen Snus verhängt hatte, hat Swedish Match
dementsprechend gegen diese Verfügung den Rechtsweg beschritten.
Das zuständige Verwaltungsgericht in Minden hat nun entschieden,
die Frage der Gesetzlichkeit des europäischen Snusverbotes dem
Europäischen Gerichtshof in Luxemburg vorzulegen. Der Prozeß am
Europäischen Gerichtshof wird cirka zwei Jahre dauern.
Seit Oktober 2002 ist auch der Vertrieb von losem Snus in
Deutschland verboten. Der Grund warum nur loser Snus für einige
Jahre nach dem EU-Vertriebsverbot von Mundtabak – in 1992 für
portionierten und losen Snus erlassen – vertrieben werden konnte
war, dass die Behörden den losen Snus als ein traditionelles
Produkt betrachteten und daher nicht gegen den Vertrieb
eingeschritten sind.
In Deutschland wurde zwar der Verkauf von Snus verboten, der
Gebrauch ist aber weiterhin gestattet. Da Snus in Schweden,
Norwegen und Slowenien noch frei verkäuflich ist, könnten Snuser
sich die Produkte dort gekauft haben. Snus wird auch legal in
vielen Flughafen-Duty Free Shops und auf Fähren in Nordeuropa
verkauft. Nichtzuletzt könnten deutsche Verbraucher sich den Snus
per Mail Order in Schweden direkt bestellt haben, denn der Versand
von Schweden nach Deutschland an Privatpersonen wird nicht vom
gewerblichen Vertriebsverbot – wie in Frage 1 beschrieben –
nicht berührt.
Tabakprodukte werden in verschiedenen Ländern unterschiedlich
klassifiziert. In vielen Ländern werden alle Produkte, die im
Mund verwendet werden, als Kautabak klassifiziert. In Schweden
jedoch sind Snus und Kautabak zwei verschiedene Kategorien. In
Deutschland wurde Snus legal als Kautabak klassifiziert bis die
Europäische Union eine separate Kategorie für fein gemahlenen
Tabak für orale Verwendung einführte.
Die größten Unterschiede sind das Aussehen und der Geschmack.
Schwedisches Snus ist ein feuchtes bis halbfeuchtes, gemahlenes
Mundtabakprodukt, das unter der oberen Lippe plaziert wird.
Schwedisches Snus gibt es in zwei verschiedenen Verpackungen,
losen Snus und portionsverpackten Snus. Beide Formen sind in
verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Schwedisches Snus
wird aus ausgelesenen, hauptsächlich luftgetrockneten
Tabaksorten, Wasser, Salz und Geschmackszusätzen hergestellt.
Der traditionelle deutsche Kautabak ist normalerweise ein Stück
gesponnener oder zusammengepresster Tabak, der mit einem süssen
Überzug getränkt wird. Kautabak hat einen anderen Geschmack als
Snus, da andere Rohtabaksorten und Geschmacksaromen sowie ein
anderer Herstellungsprozess, verwendet werden.
Die Verwendung von schwedischem Snus könnte bei einigen Personen
eine vorübergehende Entzündung des Gaumens, an der Seite an dem
das Snus plaziert wird, verursachen. Es gibt jedoch keine Daten,
die auf einen Zusammenhang zwischen Snusverwendung und
Paradonthose (Zahnausfall) hinweisen. Bei einigen Personen könnte
die Snusverwendung zu einem Gaumenrückgang
(Zahnfleischentzündung) führen. Irreversible
Zahnfleischentzündungen sind bei Verwendern von losem Snus weiter
verbreitet als bei Verwendern von Portionssnus. Die Verwendung von
Snus verursacht gutartige Veränderungen der Mundschleimhaut
(krankhafte Gewebsveränderungen bei Snusverwendern). Diese
Veränderungen treten auf der Seite auf, an der das Snus plaziert
wird. Krankhafte Gewebsveränderungen aufgrund von Snus sind
vorübergehend, d. h. die Mundschleimhaut geht nach der Beendigung
der Snusverwendung in den normalen Zustand zurück.
Die Verwendung von schwedischem Snus ist kein Risikofaktor für
Mundhöhlenkrebs.
Schwedisches Snus enthält kein Glas und hat dies auch niemals
getan. Nikotin wird relativ schnell über die Mundschleimhäute
aufgenommen, ähnlich wie bei der Verwendung von Nikotinpflastern,
die zur Rauchentwöhnung benutzt werden, bei denen das Nikotin
durch die Haut aufgenommen wird.
Nikotin wird als Droge eingestuft, ist jedoch legal. Nikotin,
welches mit Konzentrationen von 0,5 – 1% in schwedischem Snus
enthalten ist, hat eindeutig belegbare pharmakologische Effekte
auf das zentrale Nervensystem (sh. www.gothiatek.com). Nikotin ist
nicht als Dopingmittel klassifiziert worden.
Vier unabhängige schwedische Krebsstudien über Snusverwendung
haben keinen Zusammenhang mit Krebs festgestellt. Dies bedeutet,
dass kein erhöhtes Krebsrisiko für Snusverwender besteht. Dies
bedeutet aber nicht, dass einzelne Snusverwender nicht Krebs
bekommen können.
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